Aktionen 
Aktion in Seoul am 1. Dezember 2015

Südkorea: Beendet die Inhaftierung der Kriegsdienstverweigerer!

Aktion in Berlin zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Wir laden ein zu einer Aktion am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

15. Mai 2018, 16.00-18.00 Uhr

Vor der Botschaft der Republik Korea

Stülerstr. 10 in 10787 Berlin

 

Korea ist ein geteiltes Land. Die seit Ende des Koreakrieges 1953 bestehenden Spannungen mit Nordkorea sorgen auch in Südkorea für eine hohe Militarisierung. Das Land hält bei 50 Millionen Einwohnern eine Armee von 650.000 Männern und Frauen und hat damit die fünftgrößte Armee der Welt. Zugleich ist Südkorea eine wirtschaftliche Macht in Ostasien und Verbündeter der USA. Alle Männer sind wehrpflichtig und müssen zwischen 21 und 24 Monaten Militärdienst ableisten. Wer sich dem entgegenstellt, zahlt einen hohen Preis.

Derzeit sind etwa 300 Kriegsdienstverweigerer in Südkorea in Haft. Sie werden in der Regel zu 18 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Schon seit Jahren setzt sich in Südkorea die Organisation World Without War für ein Ende der Strafverfolgung und die Anerkennung des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung ein, bislang leider ohne Erfolg.

Im Moment sind mehrere Fälle von Kriegsdienstverweigerern vor dem Verfassungsgericht in Südkorea anhängig, weil sich Richter weigerten, Verurteilungen auszusprechen. Die Koreanische Menschenrechtskommission sieht die Verweigerung des Militärdienstes als ein allgemeines Menschenrecht an. Auch der Präsident, Moon Jae-in, versprach während seines Wahlkampfes, eine Lösung zu finden.

Wir wollen daher mit einer phantasievollen Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung die Kriegsdienstverweigerer in Südkorea unterstützen und einfordern, sie unverzüglich aus der Haft zu entlassen und ihre Kriegsdienstverweigerung anzuerkennen.

Yannis-Vasilis Yaylali

Türkei: FriedensaktivistInnen inhaftiert

Bitte um Unterstützung

(02.01.2018) Ich schreibe Euch von der Griechisch-Pontischen Jugendunion aus Athen zum Fall des inhaftierten Friedensaktivisten Yannis-Vasilis Yaylali in der Türkei. Yannis-Vasilis Yaylali ist nicht nur gegen Kriegsdienst, er ist auch aktiv gegen Völkermord und unterstützt die zivilen Rechte der Kurden in der Türkei. Er wurde am 22. April 2017 nach Veröffentlichung eines Artikels auf seinem persönlichen Blog über den Völkermord an den pontischen Griechen verhaftet und in ein Militärgefängnis überstellt. Unter anderem wird ihm „Distanzierung des Volkes vom Militär“ und „Verbreitung von Propaganda für eine terroristische Organisation“ vorgeworfen. Auch seine Partnerin Meral Geylani wurde mit den gleichen Anklagen im Oktober 2017 inhaftiert. Nach dem gescheiterten Putsch 2016 sind in der Türkei mehr als 100.000 Menschen ins Gefängnis gekommen.

Unsere Jugendorganisation hat auf dem Blog www.freeyannis.com aktuelle Informationen für die beiden Fälle zusammengestellt, wo auch andere Organisation mit aufgeführt werden, die sie unterstützen. Es gibt auch eine Unterschriftenkampagne über die Plattform Avaaz: http://bit.ly/2kdlxbW.

André Shepherd

Unterstützen Sie US-Deserteur André Shepherd bei seinem Asylantrag

Solidaritäts-eMail, Spenden

(22.11.2016) Ende 2008 beantragte US-Deserteur André Shepherd in Deutschland Asyl. Am 26. Februar 2015 legte der Europäische Gerichtshof zum seinem Asylantrag Grundsätze für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in München dar. Im November 2016 lehnte das Verwaltungsgericht München den Asylantrag ab. »Die Verhandlungsführung war von Voreingenommenheit geprägt«, so Rudi Friedrich von Connection e.V. »Als Beobachter konnte man sich nicht dem Eindruck verschließen, dass schon vorher ein Urteil feststand und die Kammer die Entscheidung und den Asylantrag von André Shepherd völlig abgelöst sehen wollte von der Realität des Krieges im Irak.« (...mehr)

André Shepherd wird gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Der 39-jährige André Shepherd wollte sich nach einem ersten Einsatz in Irakkrieg nicht weiter an Kriegsverbrechen beteiligen und desertierte. Mit seinem Asylantrag beruft er sich auf die Qualifikationsrichtlinie der Europäischen Union, mit der diejenigen geschützt werden sollen, die sich einem völkerrechtswidrigen Krieg oder völkerrechtswidrigen Handlungen entziehen und mit Verfolgung rechnen müssen.