So., 10.12, 14.30 h und 16 h in Hamburg: Aktion und Webinar im Rahmen der #ObjectWarCampaign

So., 10. Dezember 2023, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr in Hamburg 

14.30 Uhr Kundgebung (Deserteursdenkmal am Dammtor)

16.00 Uhr Diskussion (Webinar) auf dem Campus der Uni Hamburg: Schutz und Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer während der russländischen Vollinvasion in der Ukraine (in Deutsch und Russisch)

Adresse: „Syntagma“ VMP 5 (WIWI-Bunker, Erdgeschoss) neben dem „HASPSA-Cafe“, Universität Hamburg. Online-Zugang: https://uni-hamburg.zoom.us/j/64935298907. Meeting-ID: 649 3529 8907, Kenncode: 34941454

Am 10. Dezember - dem Tag der Menschenrechte - fordern wir die Bundesregierung auf, Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern Schutz und Asyl zu gewähren. An diesem Tag laden wir Sie ein, um 14.30 Uhr mit Plakaten und Transparenten zur Kundgebung am Deserteursdenkmal am Dammtor-Hamburg zu kommen, und später, um 16.00 Uhr an einer Diskussion in einer der Seminarräume auf dem Campus der Universität Hamburg teilzunehmen.

Nach Meldungen deutscher Medien und Menschenrechtsorganisationen gewährte die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2023 nur 11 Russländern Asyl, die vor der Einberufung zum Krieg gegen die Ukraine flohen. Die überwiegende Mehrheit der Anträge wurde abgelehnt. Dieses Entscheidungsverfahren wurde bereits mehrfach kritisiert. Mit unserer Kundgebung wollen wir an das Recht jedes Einzelnen erinnern, an das Recht aus Gewissensgründen die Waffen niederzulegen oder sich der Teilnahme am Krieg zu entziehen. Für die Russländer*innen ist die Nichtteilnahme am Krieg, den das Putin-Regime in der Ukraine entfesselt hat, eine Möglichkeit, einem Verbrechen gegen den Frieden zu entgehen. Auf der Diskussionsveranstaltung wollen wir die Situation rund um die russländischen Deserteure erörtern und Teilnehmer und Teilnehmerinnen ermutigen, aktiver zu helfen und sich zu engagieren. Die Organisator*innen der Veranstaltung unterstützen den "Appell der Antikriegs- und Bürgerinitiativen an die europäischen Behörden".

Referent*innen der Diskussionsveranstaltung:

Alexey Markin, Künstler, Kunsthistoriker und politischer Aktivist. Mitorganisator des russischsprachigen TG-Kanals "Antivoennyi Hamburg" (Anti-Kriegs-Hamburg), Mitglied der linken Plattform "Auslandsbüro".

Aldar Erendjenov, Koordinator von "Free Kalmykia", kalmückischer und dekolonialer Aktivist.

Designer und Autor der Marke "Nichtrusse". Mitorganisator der Evakuierung potenzieller Wehrpflichtiger aus Kalmykien nach Beginn der Mobilisierung.

Maria Merzlyakova, Koordinatorin für humanitäre Visa und Integration bei der Nichtregierungsorganisation „Solidarus“ (Berlin), gilt als „unerwünschte ausländische Organisation in Russland“.

Organisator*innen: Auslandsbüro (Hamburg), FAR Hamburg. Mit der Unterstützung des RiS im AStA der Universität Hamburg

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