NEIN ZUM KRIEG IM IRAN

Gemeinsamer Aufruf von Kriegsdienstverweiger*innen aus der Türkei, Zypern, Griechenland und Israel

9. März 2026


Die Initiative »Kriegsdienstverweigerung in Zypern« (Kıbrıs’ta vicdani ret), »Verband der Kriegsdienstverweiger*innen« (Σύνδεσμος Αντιρρησιών Συνείδησης; Griechenland), »Kriegsdienstverweigerungswacht« (Vicdani Ret İzleme; Türkei), »Neues Profil« (פרופיל חדש; Israel) und »Verweigernde« (מסרבות, Mesarvot; Israel) haben gemeinsam diese kollektive Stimme gegen die anhaltenden Angriffe und den sich ausweitenden Konflikt erhoben und für einen Frieden, der Grenzen überschreitet.


»Wir, antimilitaristische Stimmen aus der Türkei, Zypern, Griechenland und Israel, erheben einen gemeinsamen Ruf gegen die anhaltenden Angriffe auf den Iran und den sich ausweitenden Konflikt. Dieser Ruf gilt nicht der Macht von Staaten und Armeen, sondern der Freiheit der Menschen selbst.

Jeder neue Schlag, jede neue Front bedeutet größere Gefahr für Zivilist*innen in der gesamten Region. Unter Bombardierungen, Sirenen und Zwangsevakuierungen kämpfen Menschen schlicht ums Überleben. Je weiter sich die Geografie des Krieges ausdehnt, desto kleiner wird der Raum für Frieden, freie Meinungsäußerung und Demokratie.

Der Krieg setzt sich nicht nur auf den Schlachtfeldern durch, sondern in jedem Bereich des Alltags. Wirtschaftlicher Zusammenbruch, soziale Spaltung, beschleunigte Umweltverschmutzung und ein dauerhaftes Klima der Angst sind die unsichtbaren Ketten, die der Militarismus den Gesellschaften anlegt. Wir weisen diese Ketten zurück.

Die Angriffe auf den Iran bergen das Risiko, einen Flächenbrand zu entfachen, der den gesamten Nahen Osten erfasst. Vom Libanon bis nach Zypern, vom Golf bis in die Türkei bedroht dieser Krieg die gemeinsame Zukunft aller Menschen. Frieden ist nicht nur eine Forderung für den Iran — er ist eine Forderung für die ganze Region.

Diese Solidarität ist ein grenzüberschreitender Aufruf zum Frieden. Die Sicherheit der Menschen entsteht nicht aus der Kriegspolitik von Regierungen, sondern aus ihrer eigenen Organisierung, Diskussion und gegenseitigen Unterstützung. Staaten produzieren Krieg, Menschen verteidigen das Leben.

Wir lehnen die Reproduktion von Gewalt ab und bemühen uns, soziale Sicherheit und Stabilität zu stärken.

Kriegspolitik schwächt die Lebensbedingungen der Gesellschaften, während friedensorientierte Lösungen Freiheit ausweiten, Leben erhalten und Solidarität vertiefen. Besatzung und Aggression können nur neue Krisen hervorbringen; Frieden sichert die gemeinsame Zukunft der Menschen.

Heute ist die Stimme, die wir erheben, ein Ruf, die Zukunft zu schützen. Lasst uns die Geografien des Friedens erweitern, nicht die des Krieges. Die gemeinsame Zukunft der Menschen darf nicht im Schatten von Waffen gebaut werden, sondern durch den freien Willen der Gemeinschaften selbst.

Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen und Wehrdienstentzug für den Frieden!«


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