Israel: Kriegsdienstverweigerinnen gegen Besatzung

Kriegsdienstverweigerung in Israel

Neue Berichte

Buchtitel von Hannah Brinkmann

Deutschland: Das Schicksal eines Kriegsdienstverweigerers

Grafische Erzählung über Hermann Brinkmann und seine Zeit

(01.12.2020) Ende der 1960er Jahre stieg die Zahl der Anträge zur Kriegsdienstverweigerung deutlich an. 1966 waren es noch 4.431, zehn Jahre später waren es bereits 40.618. Die Studentenbewegung und die Proteste gegen den Vietnamkrieg waren wesentliche Gründe für viele junge Männer, nun ihre Kriegsdienstverweigerung zu erklären. Sie hatten, wie Hermann Brinkmann, ein Prüfungsverfahren vor einem Ausschuss zu durchlaufen, das im Kreiswehrersatzamt stattfand. Vorsitzender war ein Jurist der Bundeswehrverwaltung. Das Prüfungsverfahren unterlag also dem Militär. Und das spiegelt sich auch bei den Anerkennungszahlen wider. 1973, das Jahr, in dem Hermann Brinkmann abgelehnt wurde, wurde nicht einmal die Hälfte der Antragsteller anerkannt. Wenn Kriegsdienstverweigerer auch im zweiten Verfahren abgelehnt wurden, mussten sie zum Militär gehen, ungeachtet dessen, dass ihnen noch ein drittes Verfahren vor einem Zivilgericht zur Verfügung stand.

Pressemitteilung

Spendenaufruf

Für die internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure

(26.11.2020) Liebe Freundinnen und Freunde,

Beran Mehmet İşçi aus der Türkei, Hillel Rabin aus Israel oder Brayan González aus Kolumbien, sie sind Kriegsdienstverweiger*innen aus Ländern, die sich in einer Konflikt- oder Kriegssituation befinden. Sie stehen für einen anderen Weg, abseits von Wehrpflicht, Militär und Krieg. Sie sehen, welche Folgen die Verbrechen eines Krieges haben und treten für ein Ende der Kämpfe, ein Ende von Besatzung, für Verständigung ein.

Wir wollen ihnen zur Seite stehen. Wir wollen, dass sie frei sind von Repressionen und Verfolgung. wir wollen, dass sie den notwendigen Schutz erhalten. Für diese Arbeit bitten wir um Ihre Spende. Ein online Formular steht für Sie bereit.

Aus unseren Projekten

Hallel Rabin

Israel: Kriegsdienstverweigerin Hallel Rabin aus Haft entlassen

(26.11.2020) Die 19-jährige Kriegsdienstverweigerin Hallel Rabin wurde am 24. November 2020 aus der Haft entlassen. Die israelische Agentur Ynet berichtete, dass Rabin am Tor des Armeegefängnisses stand und sagte, sie sei „die glücklichste Person der Welt“. „Mein Anwalt rief mich diesen Morgen an und sagte mir, dass ich frei sei.“

Vor ihrer letzten Haft hatte Hallel Rabin erklärt: "Ich bin bewegt und sehr erfreut über die enorme Welle internationaler Solidarität für mich. Wenn ich könnte, würde ich jedem und jeder Einzelnen Danke sagen."

Aktion

Kolumbien: Urgent Action für Kriegsdienstverweigerer Brayan González

Antrag auf Kriegsdienstverweigerung abgelehnt – zum Militärdienst gezwungen

(18.09.2020) Wir bitten um Unterstützung für Brayan González, dessen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung vom zuständigen Ausschuss, der hauptsächlich aus Militärs besteht, abgelehnt wurde. Um nicht als Deserteur zu gelten, kehrte vor wenigen Tagen zum Bataillon zurück.

Seit nun einem Jahr wird Brayan González das Recht auf Kriegsdienstverweigerung verwehrt, obwohl er sich im Bataillon immer wieder weigerte Waffen zu tragen und die Uniform anzuziehen. Er ist ständigem psychischem Druck ausgesetzt, da er gegen seinen Willen beim Militär ist. Wir bitten daher um Unterstützung über https://wri-irg.org/en/programmes/rrtk/co-action-alert/2020/colombia-brayan-gonzalez-conscientious-objector-continues