Antimilitarismus in der Türkei

Stoppt den Kreislauf der Gewalt in der Türkei!

Neu eingestellt

Arbeit von Connection e.V.

September bis November 2019

(01.12.2019) September bis November 2019: Wir berichten über eine Veranstaltung, die wir mit dem türkischen freien Journalisten und Kriegsdienstverweigerer Halil Savda durchführen konnten. Auf der Veranstaltungen waren auch noch weitere Verweigerer aus der Türkei zu Gast. Zudem gibt es noch Informationen zur Szenischen Lesung zu Deertion und Militärstreik im I. Weltkrieg, die nun zu Ende ging sowie zu einem geplanten Fachgespräch zu Eritrea im Deutschen Bundestag.

Pressemitteilung

Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl

Veranstaltungen im Kraichgau und Münsterland

100 Jahre Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg

(31.10.2019) Für die Szenische Lesung zu Desertion und Militärstreik gibt es im Herbst 2019 neue Termine: in Bretten, Senden, Havixbeck, Nottuln und Münster. Dazu laden wir herzlich ein.

Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl geben damit in einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung denjenigen Raum, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten, u.a. mit Texten von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf.

Aus unseren Projekten

Spendenaufruf

Unterstützen Sie Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei

(02.12.2019) Vor wenigen Wochen ist die türkische Armee erneut in den Norden Syriens einmarschiert. Halil Savda, Ercan Jan Aktaş, Beran Mehmet İşçi und andere Kriegsdienstverweigerer riefen angesichts dessen die Soldaten und Wehrpflichtigen ihres Heimatlandes auf: „Sei kein Soldat der Invasion! Verweigere, leiste Widerstand! Gehe nicht zum Militär!“ (...mehr) Sie sprechen damit für viele andere, die es in der Türkei nicht wagen können, sich öffentlich gegen einen Krieg zu stellen. 

Das Engagement von Menschen, die sich mit ihrer Verweigerung gegen Krieg und Kriegsdienst stellen, ist allzu oft mit großen Risiken verbunden. Sie brauchen internationale Unterstützung, nicht nur in der Türkei, sondern auch in vielen anderen Ländern. Dafür steht Connection e.V.

Hier können Sie uns online spenden, damit wir uns weiter tatkräftig einsetzen können.

Mit herzlichem Dank und Gruß, das Team von Connection e.V.

Veranstaltung

Kriegsdienstverweigerer auf der Flucht

Die Menschenrechtslage in Eritrea und Deutschland

Öffentliches Fachgespräch

am Mo., 9. Dezember 2019, 14.00 - 16.30 Uhr

Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Raum 4200
Konrad-Adenauer-Str. 1, 10557 Berlin

Mit
MdB Kathrin Vogler, Friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE
Rut Bahta, United 4 Eritrea
Bernd Mesovic, Leiter der Abteilung Rechtspolitik bei Pro Asyl
Rudi Friedrich, Connection e.V.
Dr. Awet Kessete, Eritreischer Verein für Demokratie, Kultur und voneinander Lernen e.V.
MdB Michel Brandt, Obmann im Menschenrechtsausschuss

Der Friedensnobelpreis ging in diesem Jahr an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Er hatte im Juli 2018 mit dem eritreischen Präsidenten Isayas Afewerki einen Friedensvertrag geschlossen, der den Krieg, in dem zwischen 1998 und 2000 bis zu 100 000 Menschen starben, formal beendete. In Eritrea hält der innere Kriegszustand, in dem Diktator Afewerki sein Volk mit Terror, Gewalt und Zwangsarbeit hält, auch nach dem Friedensschluss weiter an. Tausende von Eritreer*innen fliehen aus dem Land, oft, um dem »Nationaldienst« zu entgehen, einer Wehrpflicht auf unbestimmte Zeit. In Deutschland werden eritreische Flüchtlinge, die konsularische Dienste in Anspruch nehmen möchten, von den eritreischen Vertretungen gezwungen, eine »Diasporasteuer« (2 Prozent des Jahreseinkommens) zu entrichten. Wer sich dem Nationaldienst entzogen hat, muss außerdem ein »Reueformular« unterzeichnen, in dem er »gesteht«, ein Verräter zu sein, und sich mit jeder Strafe einverstanden erklärt. Die Bundesregierung hält diese skandalöse Praxis weiterhin für zumutbar.

Ziel des Fachgespräches ist zum einen, allgemein die Aufmerksamkeit für die Menschenrechtslage in Eritrea zu erhöhen, und zum anderen darüber zu beraten, wie die Bundestagsfraktion DIE LINKE darauf hinwirken kann, dass die Bundesregierung ihre kollaborative Haltung gegenüber dem Unrechtregime Afewerki aufgibt und es den eritreischen Asylsuchenden ermöglicht, ohne Schikanen durch die Konsularbehörden in Deutschland zu leben. Wir sehen das Fachgespräch auch als Beitrag zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2019.

Eine Anmeldung ist namentlich mit Angabe des Geburtsdatums aufgrund der Sicherheitsbestimmungen
des Deutschen Bundestages bis zum 5. Dezember 2019 über unsere Homepage
https://www.linksfraktion.de/termine erforderlich.