Ahmet Karayay 
André Shepherd

"Die Völker der Welt, die die Last der ungerechten Angriffe tragen, müssen die Chance zum Frieden bekommen"

Brief zu Ostern 2012 an meine FreundInnen und UnterstützerInnen

(03.04.2012) Es ist nun fast ein Jahr vergangen, seitdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge meinen Asylantrag abgelehnt hatte. In dieser Zeit hat die US-Regierung weiter Soldaten wie mich dazu gezwungen, unter dem Deckmantel der Demokratie in andere Länder einzumarschieren. Es schmerzt mich, zu sehen, dass sich dieses einstmals großartige Land dazu entschieden hat, seine Macht zu benutzen, um die Völker der Welt zu unterjochen, statt sie zu neuen Höhen emporzuheben. Auch wenn der Krieg im Irak zu Ende zu sein scheint, es ist noch kein Ende in Sicht für den verhängnisvollen „Krieg gegen den Terror“.

Ahmet Karayay

Ahmet Karayay

Kurzportrait

(01.11.2008) Kurzportrait des türkischen Kriegsdienstverweigerers Ahmet Karayay

Ahmet Karayay

Türkei: Kriegsdienstverweigerer nach öffentlicher Aktion verhaftet

Ahmet Karayay erklärte gestern seine Kriegsdienstverweigerung

(11.10.2008) Gestern Nachmittag erklärte Ahmet Karayay vor dem Denkmal für Menschenrechte in Ankara seine Kriegsdienstverweigerung. Vor etwa 100 UnterstützerInnen setzte er damit ein Zeichen gegen Krieg: "Als Mensch schulde ich dem Staat gegenüber keinen Militärdienst. Ich verstehe es als meine Pflicht, die Welt so weit wie möglich zu schonen und den nachfolgenden Generationen eine saubere und lebenswerte Erde zu hinterlassen. Die Erde braucht keine Soldaten, sondern bewusste Menschen." Ahmet Karayay wird bei diesem Schritt von verschiedenen Organisationen im In- und Ausland unterstützt.

Ahmet Karayay

Erklärung zur Kriegsdienstverweigerung

Ankara, 10. Oktober 2008

(10.10.2008) Ich werde für niemanden sterben und für niemanden töten. Ich werde keinen militärischen Befehl annehmen oder durchführen. Ich rechne damit, dass ich wegen meiner Überzeugung geschlagen, geprügelt, gefoltert oder auf andere Art und Weise unmenschlich behandelt werde. Aber ich bin stolz darauf, dass ich für die Menschlichkeit diesen Schritt tue und ein Mensch bleibe. Ich werde kein Soldat werden, selbst wenn mich dieses mein Leben kosten sollte. Die Erde, die uns seit Jahrhunderten ernährt und schützt, verdient diesen Respekt und diese Aktion.