Angola 

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Plakatmotiv der Veranstaltungsreihe

Angola: Milizen des Regimes von Dos Santos gehen brutal gegen friedliche Demonstranten vor

(13.03.2012) Weniger als eine Woche nach dem politisch gerühmten Besuch des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon in Angola, den sich die MPLA zunutze machte, um die angekündigten Wahlen zu „legitimieren“ – niemand weiß, wofür die Wahlen eigentlich sind: für die Wahl des Parlaments oder die Wahl des Präsidenten – versammelte sich am 10. März eine Gruppe von jungen Studenten, begleitet von einigen Mitgliedern der Oppositionsparteien, auf den Straßen. Sie protestierten gegen das Wahlverfahren und die diktatorische Regierung von Präsident Jose Eduardo dos Santos. Einige sagen sogar, dass er kein Recht hat, Präsident zu sein.

Plakatmotiv der Veranstaltungsreihe

Angolanische Polizei durchsucht Büros von Wochenzeitung

Computer von Folha 8 werden beschlagnahmt

(12.03.2012) Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) verurteilt die heutige Hausdurchsuchung der Wochenzeitung Folha 8 durch die angolanische Polizei. Die Maßnahme steht in Verbindung mit politisch motivierten Ermittlungen gegen die Zeitung aufgrund einer satirischen Fotomontage. Polizeibeamte konfiszierten alle Computer des Blattes und lähmten damit effektiv die Arbeit eines der noch zwei verbliebenen unabhängigen Publikationen im Land.

Emanuel Matondo

Zur Person

(Februar 2012) Emanuel Matondo wurde 1966 in Angola geboren. Anfang der 1990er beantragte er als Kriegsdienstverweigerer in Deutschland Asyl. 2001 wurde sein Asylantrag anerkannt. Seit vielen Jahren ist er als Autor und Journalist tätig. Als Friedens- und Menschenrechtsaktivist gründete er 1998 mit anderen Exil-Angolanerinnen die Angolanische Antimilitaristische Menschenrechtsinitiative (IAADH e.V.), mit der er zahlreiche Aktivitäten zu Angola umsetzen konnte. Er war Ratsmitglied der War Resisters’ International, Sprecher des Dritte Welt JournalistInnen Netz e.V. und für das Forum Afrika im Organisationsgremium des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Im August 2010 wurde er von der Bewegungsstiftung in das Programm der Bewegungsarbeiter aufgenommen. Dafür sucht er PatInnen, die ihn finanziell regelmäßig unterstützen. Emanuel Matondo lebt mit seiner Familie in Köln.

Plakatmotiv der Veranstaltungsreihe

Waffenexporte nach Angola – ein Geschäft mit dem Tod

Veranstaltungsbericht aus Bremen

(09.11.2011) Der angolanische Journalist Emauel Matondo hat seinen Schwerpunkt im Aufdecken von Rüstungsgeschäften in das südliche Afrika. In seinem Vortrag auf der gut besuchten Veranstaltung im kleinen Saal des Konsul-Hackfeld-Hauses am 9. November kam er auf einige der Hintergründe und auf einige der Folgen zu sprechen. Die Gesellschaften in diesen Ländern, und Angola besonders, würden immer stärker von einer "militärischen Kultur" geprägt, die immer mehr alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringe. Immer mehr Geld aus diesen armen Staaten würde für Rüstungsexporte ausgegeben; die Korruption sei allgegenwärtig; die westlichen Staaten und die Rüstungskonzerne "als Partner" verdienten Milliarden und würden Millionen in die Korruption der jeweiligen Eliten "investieren".