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Aktion zur Kriegsdienstverweigerung in Seoul

Südkorea: Weiter kein Gesetz zur Kriegsdienstverweigerung

(23.09.2019) Über Jahrzehnte gab es in Südkorea ein System der Wehrpflicht, mit dem Kriegsdienstverweigerer kriminalisiert wurden. Sie entschieden sich, eher ins Gefängnis zu gehen, als Militärdienst abzuleisten, weil ihr Glaube ihnen das Tragen von Waffen verbietet. Ihr jahrzehntelanger Kampf endete im Juni 2018 mit der richtungsweisenden Entscheidung des Verfassungsgerichts, mit dem bei Tausenden von Kriegsdienstverweigerern der Stempel „schuldig“ aufgehoben werden sollte.

Mesarvot

Israel: Der Mythos der allgemeinen Wehrpflicht

(05.09.2019) Die Wehrpflicht ist in Israel nur ein alter Mythos. In Wirklichkeit leisten 35% der israelischen Bevölkerung den Militärdienst ab, während die anderen 65% Wege finden, sich ihm ohne Konsequenzen zu entziehen.

Israelische Soldaten an der libanesischen Grenze. Foto: Yotam Ronen

Sollte Israel sein Modell einer „Volksarmee“ aufgeben?

(03.09.2019) Ministerpräsident Benjamin Netanjahu konnte nach den Wahlen im April keine Regierung bilden, weil sein ehemaliger Koalitionspartner, Avigdor Lieberman von der Partei Jisra‘el Beitenu (Unser Zuhause Israel), auf einer Gesetzgebung bestand, die mehr ultraorthodoxe Jeschiwa-Studenten der Wehrpflicht unterwirft. Lavy ist Gründer einer gemeinnützigen Organisation mit Namen Hazit, die sich für eine Berufsarmee und das Ende der Wehrpflicht einsetzt, um ein ähnliches Modell wie in den USA zu entwickeln.

Israel: Eine Kriegsdienstverweigerin frei, eine andere in Haft

(25.08.2019) Nach 25 Tagen wurde die Kriegsdienstverweigerin Maya Brand-Feigenbaum durch das Gewissenskomitee der Armee aus dem Militärdienst entlassen. „Ich glaube, dass die Verweigerung des Militärdienstes der beste und effektivste Weg ist, um Antikriegspositionen zu unterstützen und zu einem Ende der Besatzung zu kommen“, sagte sie.

Zugleich wurde die 18-jährige Yasmin Ricci-Yahav aus Mevasseret Zion zu zehn Tagen Haft verurteilt. Sie hatte ihre Verweigerung vor dem Rekrutierungsbüro erklärt. Ihre Haft wird sie im Gefängnis Nr. 6 verbüßen. “Ich hoffe, meine Entscheidung wird, wenn auch im kleinen Ausmaß, zu einer Veränderung des Bewusstseins beitragen, damit es schrittweise Veränderungen hin zu einer auf Gerechtigkeit und Gleichheit für alle Jüdi*innen und Palästinenser*innen basierenden Lösung geben kann“, schrieb sie in ihrer Verweigerungserklärung.