Befehlsverweigerung 

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Europa schreitet voran, Griechenland bleibt zurück

(02.02.2011) Angesichts der Verfahren gegen drei griechische Kriegsdienstverweigerer im Februar 2011 ruft EBCO die griechische Regierung dazu auf, die Verfolgung von griechischen Kriegsdienstverweigerern zu beenden und ihre internationalen Verpflichtungen zu erfüllen: Durch die vollständige Respektierung der Menschenrechte der Verweigerer, sowohl im Gesetz wie auch in der Praxis. „Wir verurteilen scharf die griechische Praxis der Kriminalisierung von Kriegsdienstverweigerern. Wir erwarten, dass Griechenland Schritte unternimmt, um europäische und internationale Standards zu gewährleisten, und nicht dahinter zurückzustehen. Es ist einfach unannehmbar, dass griechische Bürger vor ein Militärgericht gestellt werden und nur wegen ihres Gewissens Gefängnisstrafen zu erwarten haben“, so Gerd Greune heute, Präsident des Europäischen Büros zur Kriegsdienstverweigerung (EBCO).

Nagorny-Karabach: Kriegsdienstverweigerer zu einem Jahr Haft bestraft

Aufruf zu Protestschreiben

(08.07.2010) Am 30. Juni 2010 wurde der Kriegsdienstverweigerer Armen Mirzoyan zu einem Jahr Haft wegen Befehlsverweigerung verurteilt, berichtete Forum 18 News am 1. Juli. Das Urteil sprach das Bezirksgericht Hadrut im Süden Nagorny-Karabachs aus, einem international nicht anerkanntem autonomen Gebiet im Süden des Kaukasus.

Aydemir: "Bescheinigung über die Untauglichkeit zeigt Untauglichkeit des Systems"

Türkischer Kriegsdienstverweigerer aus der Haft entlassen

(09.06.2010) Enver Aydemir, der inhaftiert wurde, weil er sich aus religiösen Gründen weigerte, Militärdienst zu leisten, wurde nach einer Tauglichkeitsuntersuchung des Militärkrankenhauses GATA wegen antisozialem Persönlichkeitsdefekt als untauglich eingestuft und freigelassen. Aydemir: „Obwohl ich niemals zugestimmt habe, Militärdienst abzuleisten, wurde ich von einem Militärgericht verurteilt. Die nun erfolgte Ausmusterung zeigt, wie verfault das System ist.“

Joe Glenton

Berufungsgericht bestätigt Verurteilung von Joe Glenton zu neun Monaten Haft

Britischer Afghanistankriegs-Verweigerer weiter in Haft

(22.04.2010) Nach Informationen der britischen Organisation Payday verwarf der High Court in London gestern die Berufung des britischen Verweigerers des Afghanistankriegs, Joe Glenton, und bestätigte die Verurteilung zu neun Monaten Haft wegen Unerlaubter Abwesenheit. Connection e.V., die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Hessen und Iraq Veterans Against the War (IVAW) Europe sehen seine Bestrafung als Maßnahme, um Kritik im Militär zu unterdrücken. „Seit 2003“, so Rudi Friedrich vom Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk Connection e.V., „verließen nach Angaben des britischen Kriegsministeriums mehr als 17.000 Soldaten unerlaubt die britische Armee. Das ist eine klare Abstimmung mit den Füßen: Gegen die auch in Großbritannien stark kritisierten Kriegseinsätze in Irak und Afghanistan.“ Chris Capps, Sprecher von IVAW Europe ergänzte: “Sie nahmen sich Joe Glenton vor, weil er das ausgesprochen hatte, was so viele Soldaten denken. Es sollten die verurteilt werden, die den Krieg angezettelt haben und ihn führen, nicht die, die ihn verweigern.“