Europa 

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Stoppt den Kreislauf der Gewalt in der Türkei !

Aufruf an die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union

(16.03.2016) Sehr geehrter Herr Außenminister Steinmeier,

Angesichts der Gewalt und der Menschenrechtsverletzungen in der Türkei, vor allem den vom Krieg zwischen türkischer Regierung und PKK betroffenen Regionen in der Osttürkei, darf die deutsche und europäische Politik nicht länger wegsehen. Wir fordern Sie auf:

- Die Parteien des Konfliktes, insbesondere die türkische Regierung und die PKK, zu einem sofortigen Waffenstillstand und zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche aufzurufen;

- Die türkische Regierung aufzufordern, allen internationalen Menschenrechtsabkommen nachzukommen, denen die Türkei beigetreten ist, und alle Maßnahmen zu unterlassen, die die Zivilbevölkerung zum Teil des Konflikts macht;

- Alle Waffenlieferungen in die Region zu stoppen;

- Alle Möglichkeiten in der Europäischen Union, der OSZE und dem Europarat zu nutzen, um den Menschenrechten für alle Bürgerinnen und Bürger in der Türkei sowie allen sich dort aufhaltenden Flüchtlingen Geltung zu verschaffen;

- Die OSZE einzuschalten und eine Beobachtungsmission zu entsenden.

Schließen Sie sich dem Aufruf an unter https://weact.campact.de/p/UrgentCallTurkey

Titelblatt des EBCO-Berichtes 2015

EBCO veröffentlicht Jahresbericht 2015 über Kriegsdienstverweigerung in Europa

Traurige Kontinuität der Probleme

(10.12.2015) Zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) legt das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) seinen Jahresbericht "Kriegsdienstverweigerung in Europa 2015" vor. "Dass Mitgliedsstaaten des Europarats (und mit Griechenland auch der Europäischen Union) das Recht auf Kriegsdienstverweigerung völkerrechtswidrig und dauerhaft verletzen, ist ein Skandal", erklärte heute Friedhelm Schneider, Präsident von EBCO. "Dass Mitglieder europäischer Institutionen, in denen auch Deutschland vertreten ist, sich offenbar an diesen skandalösen Zustand gewöhnt haben, bleibt beschämend."

Arbeit von Connection e.V.

September bis November 2015

(01.11.2015) Von September bis November 2015 nahmen wir an einem Symposium zur Kriegsdienstverweigerung in Istanbul teil und führten diverse weitere Veranstaltungen zu Kriegsdienstverweigerung und Asyl durch. Wir bereiteten eine Veranstaltungsreihe mit zwei israelischen KriegsdienstverweigerInnen vor, die sie unter dem Titel "Israel/Palästina: Aktiv gegen Krieg und Militarisierung" in zehn Städte in Deutschland führen wird. Wir setzen unsere Kooperation mit der südkoreanischen Gruppe World Without War mit einem Gegenbesuch in Seoul fort. Zudem erhielt der US-Deserteur André Shepherd den Menschenrechtspreis der Stiftung PRO ASYL.

"Zu Recht bekommen Sie den Menschenrechtspreis von Pro Asyl"

Laudatio für US-Deserteur André Shepherd

(12.09.2015) André, Sie haben mal in einem Interview gesagt: Es war der größte Fehler Ihres Lebens, dass Sie sich beim Militär freiwillig verpflichtet haben. Darüber will ich und kann ich gar nicht richten. Fest steht für uns: Durch Ihren Lebensweg haben hier in Europa manche gewonnen. Es kann aus Ihrer Entscheidung letztlich manches Gute erwachsen. Selbst wenn Sie Ihr Asylverfahren nicht gewinnen sollten, so hat Ihr Engagement doch jetzt schon Früchte getragen. Ihre mutigen Entscheidungen waren für unsere Gesellschaft ein Gewinn, denn Sie haben ein neuralgisches Thema weitergebracht. Sie waren mutig. Sie waren querköpfig. Ihr Mut bringt uns weiter. Zur Recht, finde ich, bekommen Sie den Menschenrechtspreis von Pro Asyl.