Finnland 

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Finnland: Totaler Kriegsdienstverweigerer zu 180 Tagen Hausarrest verurteilt

Aufruf zu Protestschreiben

(15.02.2013) Jesse Kamila, ein 24-jähriger Kriegsdienstverweigerer aus Joensuu wurde am 12. Februar 2013 vom Bezirksgericht Itä-Uudenmaan käräjäoikeus zu 180 Tagen Hausarrest verurteilt. Er hatte am 21. Mai 2012 den Militärdienst verweigert. Er wurde wegen Zivildienstverweigerung (siviilipalveluksesta kieltäytyminen) angeklagt.

Finnland: Totalverweigerer Joonas Norrena zu 179 Tagen Hausarrest verurteilt

Aufruf zu Protestschreiben

(29.11.2012) Der 20-jährige Kriegsdienstverweigerer Joonas Norrena wurde am 26. November 2012 vom Bezirksgericht Kymenlaakso wegen seiner „Wehrpflichtverweigerung“ zu 179 Tagen Hausarrest verurteilt. Der aus Imatra, Finnland, stammende Verweigerer hatte im Juli 2012 in der Kaserne Vekaranjärvi im Südosten Finnlands die Ableistung des Militärdienstes verweigert.

Finnland: Totaler Kriegsdienstverweigerer Topi Louko zu 126 Tagen Gefängnis verurteilt

(16.10.2012) Topi Louko, ein 28 Jahre alter Totaler Kriegsdienstverweigerer aus Lempäälä, ist am 9. Oktober wegen "Verweigerung des Zivildienstes" (siviilipalveluksesta kieltäytyminen) zu 126 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Der Prozess fand in Bezirksgericht von Ost-Uusimaa (Itä-Uudenmaan käräjäoikeus) in Porvoo statt. Topi Louko hatte sich im September 2011 geweigert, den Zivildienst fortzusetzen.

Doppelstaater und Wehrpflicht

(01.09.2011) Nach Schätzungen gibt es mehrere Millionen Doppelstaater in Deutschland. In der Vergangenheit sahen sich viele junge Männer damit konfrontiert, dass sie in beiden Staaten, deren Staatsangehörigkeit sie hatten, wehrpflichtig waren. Allerdings gab es durch verschiedene bilaterale Abkommen und einen Vertrag des Europarates oft die Möglichkeit, dass die Ableistung des Militär- bzw. Zivildienstes in einem Land durch das andere anerkannt werden konnte. Die Möglichkeit der gegenseitigen Anerkennung entfällt mit der Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland. Wir wollen uns deshalb hier mit der Frage beschäftigen, wie die Betroffenen mit der neuen Situation umgehen können.