Flüchtlingsberichte Eritrea

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Henok Estifanos

Eritrea: „Ich wurde mit der Nummer Acht gefesselt“

(26.05.2004) "Danach musste ich meinen Stress runterspülen, ging nach Asmara, trank alkoholische Getränke und kam erst um ein Uhr nachts zur Kaserne zurück. Als ich kam, hieß es: „Stillgestanden!“ Dann wurde ich mit der Nummer Acht gefesselt und drei Tage und drei Nächte liegen gelassen. Seitdem nannte man mich in meiner Einheit ‚Mandela’."

Eritrea: „Ich kritisierte das und wurde deshalb terrorisiert“

(26.05.2004) "Ich war ständig im Konflikt mit dem Einheitsführer. Er kann alles mit dir machen. Er verfügt über dich. Es ist auch nicht möglich, Beschwerde einzureichen, da die anderen Vorgesetzten ebenso denken. Ich liebe mein Land. Aber seit diesen Ereignissen kam mir der Gedanke: ’Es hat keinen Sinn, ich muss das Land verlassen. Ich kann so nicht überleben. Irgendwann bin ich dran.’"

Senai Mehari

Eritrea: »Ich war 6 Jahre beim Militär«

(19.05.2004) Ich war 6 Jahre lang beim Militär, bis ich fliehen konnte. Ich möchte Ihnen drei Beispiele aus meiner Militärdienstzeit schildern.

Senai Mehari

Eritrea: „Manche sind sogar ohne alles zum Minen entschärfen geschickt worden“

(19.05.2004) "Manche sind sogar ohne alles zum Minen entschärfen geschickt worden. Wenn die Menschen explodieren, dann war die Straße frei. Dadurch haben wir bis Ende 1998 viele Jugendliche im Kampf verloren. Wir haben auch nicht nachgefragt, weil wir dann Schwierigkeiten zu erwarten hatten. Wen will man auch fragen? Wir waren ja schon so eingeschüchtert."