Flüchtlingsberichte Eritrea

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Eritrea: »Wenn ich abhaue, wird sich Gott freuen«

(01.05.2006) Mein Vater kam 1979 durch eine Mine zu Tode, während des Befreiungskrieges gegen Äthiopien. Meinen liebsten Vater hatte ich nun verloren. Ich begann, Waffen zu hassen, die dies verursacht hatten.

Saeed Ibrahim

Eritrea: „Sie übergossen mich mit einem Gemisch aus Milch und Zucker“

(18.06.2004) "Daraufhin wurde ich festgenommen. Sie übergossen mich mit einem Gemisch aus Milch und Zucker, fesselten mich und legten mich in die Sonne. Das war Ende Mai/Anfang Juni 1999. zweieinhalb Tage lag ich ununterbrochen gefesselt da. Die Tage waren sehr heiß, nachts war es total kalt. Da verbrannte meine Haut, nach zweieinhalb Tagen war mein Gesicht voller Blasen. Ich hatte auch schreckliche Kopfschmerzen. Vor lauter Schmerzen bin ich fast umgefallen."

Eritrea: »Ich war Feldjäger«

(04.06.2004) Ich wurde im eritreischen Militär als Feldjäger eingesetzt. Ich musste Deserteure und Militärdienstentzieher festnehmen. Sie wurden dann schwer bestraft, bis hin zur Exekution.

Weldu Habtemicael

Eritrea: „Nach der Befreiung erkannten wir nicht das wahre Gesicht der Regierung“

(04.06.2004) "Nach der Befreiung erkannten wir nicht das wahre Gesicht der Regierung, auch nicht in den Jahren danach. Erst, als es mir ganz schlecht ging, habe ich gesehen, dass die Situation um mich herum extrem schlecht war. Da habe ich es realisiert. Da hat es klick gemacht. Es war nach der 3. Invasion und nach meiner Festnahme."