Inhaftierung 

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Eritreische DeserteurInnen brauchen Asyl

Begrüßung zur Pressekonferenz "Eritreische Deserteure berichten über Inhaftierung und Folter"

(09.09.2010) Deserteure und Deserteurinnen werden in besonderer Weise verfolgt. Sie werden nicht nur als Verräter gesehen. Ihre Handlung, wie auch immer sie motiviert sein mag, wird als Widerstand, als politische Handlung, gegen das Regime gewertet. Das gilt sowohl für die Desertion als auch für die Flucht aus dem Land. Beides wird schärfstens verfolgt. Und hier kann und darf es nur eine Antwort geben: Sie brauchen Asyl.

Türkei: Kriegsdienstverweigerer İnan Süver

Aufruf zu Unterstützungs- und Protestschreiben

(08.09.2010) War Resisters’ International (WRI) wurde darüber informiert, dass der türkische Kriegsdienstverweigerer İnan Süver Anfang September für einige Tage in Hungerstreik gegangen war. Er beendete ihn aus gesundheitlichen Gründen. Es ist nicht bekannt, was den Hungerstreik auslöste und welche Forderungen İnan Süver damit verband. İnan Süver wurde am 5. August 2010 in Istanbul inhaftiert und am 23. August in das Militärgefängnis in Izmir überführt.

Schwede trotz Ende der Wehrpflicht wegen Desertion verurteilt

(07.09.2010) Ein 20-jähriger schwedischer Wehrpflichtiger wurde wegen Desertion verurteilt, obwohl vor drei Monaten die Wehrpflicht in Schweden auslief. Der Mann, der aus Halland in Westschweden stammt, brach den Militärdienst nach ein paar Tagen im letzten Winter ab, berichtete die Zeitung Hallandsposten.

Eritrea: Politische Verfolgung von Desertion und Verweigerung

(07.09.2010) Es war beklemmend. Gemeinsam mit eritreischen Oppositionsgruppen hatten wir Anfang Mai 2008 in Frankfurt/M. eine Kundgebung durchgeführt, um zu verhindern, dass zwei eritreische Deserteure abgeschoben werden. Jedoch wurden sie am 14. Mai 2008 mit einem eigens dafür gecharterten Privatflugzeug nach Eritrea ausgeflogen. Viele hatten davor gewarnt, was bei ihrer Ankunft in Asmara passieren würde: Sie wurden sofort inhaftiert und an einen unbekannten Ort gebracht. Die deutschen Behörden hatten das nicht sehen wollen.