Justin Colby 
Verleihung des Martin-Niemöller-Förderpreises an Connection e.V. 2009

Freiheit für alle inhaftierten und verfolgten Kriegsdienstverweigerer!

15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

(15.05.2013) „Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer (15. Mai) macht Connection e.V. exemplarisch auf inhaftierte und verfolgte Kriegsdienstverweigerer und –verweigerinnen aufmerksam“, so heute Rudi Friedrich vom Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk. „Die Kriegsdienstverweigerung ist zwar eine individuelle Entscheidung. Sie weist aber weiter. Kriegsdienstverweigerer sind Sand im Getriebe eines Militärs, das in vielen Ländern für die Ziele der Herrschenden Krieg führt. Sie wenden sich mit ihrer Entscheidung gegen den Kreislauf der Gewalt.“

Kimberly Rivera

US-Kriegsdienstverweigerin zu 14 Monaten Haft verurteilt

Zwei Verweigerer in USA in Haft

(30.04.2013) Die US-Kriegsdienstverweigerin Kimberly Rivera wurde gestern vom Militärgericht in Fort Carson zu 14 Monaten Haft und unehrenhafter Entlassung wegen Desertion verurteilt. Aufgrund einer Vereinbarung im Vorfahren muss sie zehn Monate in Haft bleiben. Kimberly Rivera war nach Kanada geflüchtet, um nicht wieder im Irakkrieg eingesetzt zu werden.

Bereits am 22. März 2013 war ein weiterer US-Kriegsdienstverweigerer, der ebenfalls in Kanada Schutz gesucht hatte, zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Aufgrund einer Vereinbarung im Vorverfahren muss Justin Colby neun Monate in Haft bleiben. Er war vor seiner Flucht nach Kanada von seinem Vorgesetzten unter Druck gesetzt worden, keinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zu stellen.

Justin Colby

“Die US-Armee ließ mich im Stich”

US-Deserteur nach Rückkehr aus Kanada zu 15 Monaten Haft verurteilt

(22.03.2013) Der US-Deserteur Justin Colby hatte in Kanada gelebt, um einen erneuten Einsatz im Irak zu verweigern und um sich besser um seine Familie kümmern zu können. Im Sommer 2012 ging er zurück in die USA. Dort wurde er vom Militär verhaftet und ein Militärgerichtsverfahren wegen Desertion gegen ihn eröffnet. Am 22. März wurde er zu 15 Monaten Haft verurteilt. Nur aufgrund einer Vereinbarung im Vorverfahren muss er nur neun Monate in Haft bleiben.