Kriegsdienstverweigerer berichten 

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Hillel Rabin. Foto: Oren Ziv, www.972mag.com

Israel: Kriegsdienstverweigerin Hillel Rabin berichtet aus der Haftzeit

(27.11.2020) Hillel Rabin verbrachte 56 Tage im Militärgefängnis, weil sie sich dem Dienst in den israelischen Streitkräften verweigerte. Hier berichtet sie von der Zeit hinter Gittern, von Gesprächen mit anderen Insassinnen und jungen Israelis über die Besatzung.

Hallel Rabin

Israel: "Ich entschied mich, zu verweigern"

Video-Erklärung von Hallel Rabin (hebräisch und englisch)

(22.10.2020) Die Kriegsdienstverweigerin Hallel Rabin wurde bislang zwei Mal wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung im Militärgefängnis Nr. 6 inhaftiert. Einige Tage bevor sie erneut zum Rekrutierungsbüro ging, um ein drittes Mal zu verweigern, wurde sie von Social TV interviewt. Im Interview legt sie ihre Gründe dar, nachdem ihr Antrag zur Entlassung aus dem Militär vom Gewissenskomitee der israelischen Armee abgelehnt worden war.

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Mertcan Güler

„Ich werde kein Soldat dieses Systems“

Erklärung zur Kriegsdienstverweigerung

(05.10.2020) Ich heiße Mertcan Güler. Ich bin 1992 in Mersin zur Welt gekommen. Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich drei Jahre alt war. Mein Vater und meine Oma, mit denen ich zusammen aufwuchs, waren typisch türkische Menschen, die Atatürk unterstützten. Meine Geschichte will ich chronologisch erzählen. Auch wenn ich als Kind nichts davon wusste, hatte ich schon als Kind die Idee, nicht zum Militär gehen zu wollen. Ich erinnere mich daran, dass ich im Alter von sechs Jahren meiner Oma erklärte, dass ich keinen Wehrdienst machen werde. Er machte mir schon damals Angst. Meine Oma antwortete: „Bis deine Zeit gekommen ist, wird es sowieso keine Wehrpflicht mehr geben.“ Es ist mehr als 20 Jahre her und es gibt in der Türkei leider immer noch die Wehrpflicht.

Merve Arkun

Türkei: „Unser Kampf ist viel umfassender“

Interview mit Merve Arkun, Co-Vorsitzende des Vereins für Kriegsdienstverweigerung

(11.03.2020) Die türkische Zeitung Demokrat Haber sprach mit Merve Arkun, Co-Vorsitzende des Vereins für Kriegsdienstverweigerun. Kriegsdienstverweigerung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Die Weigerung, Gewalt anzuwenden und zu Töten bedeutet, für das Recht und die Garantie des Lebens einzutreten. Kriegsdienstverweigerer in der Türkei sind allerdings Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Schon viele Jahre kämpfen sie gegen Freiheits- und Geldstrafen. Im Rahmen der Reihe „Im Gespräch“ haben wir mit verschiedenen Menschen und Institutionen gesprochen, die auf dem Gebiet der Menschenrechte und Freiheiten aktiv sind. Heute sprechen wir mit der Co-Vorsitzenden des Vereins für Kriegsdienstverweigerung, Merve Arkun.