Kriegsdienstverweigerer berichten 

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Maikel Nabil Sanad - © Christopher Schwarzkopf

Ägyptischer Frühling – Zwischen Revolution und Militärherrschaft

Veranstaltungsreihe mit dem Militärkritiker Maikel Nabil Sanad und seinem Bruder Mark Sanad, 21.-31. Mai 2012

(02.05.2012) Durch weitgehend gewaltfreie Massenproteste wurde im Februar 2011 der ägyptische Präsident Husni Mubarak entmachtet. Die Regierungsgeschäfte übernahm der Oberste Militärrat. Trotz der Ende 2011 durchgeführten Wahlen hält das Militär weiter die Macht in den Händen und ging nicht auf die Forderung ein, diese einem zivilen Gremium zu übergeben. Die Zweifel der Demokratiebewegung, ob es wirklich einen demokratischen Wandel geben wird, sind groß.

Wir haben die beiden Brüder Maikel und Mark Sanad für eine Veranstaltungsreihe vom 21.-31. Mai 2012 nach Deutschland eingeladen. Sie werden mit ihren kritischen Positionen zum Militär, den Aktivitäten in der Demokratiebewegung und ihrer Arbeit zu Kriegsdienstverweigerung und Menschenrechten ein differenziertes Bild über die Lage in Ägypten liefern. Veranstaltungen finden statt in Köln, Bremen, Hamburg, Leipzig, Lahnstein, Mainz, Landshut und Ravensburg.

Ich verweigere die Wehrpflicht

Ägypten: Verweigerungserklärung von Emad El Dafrawi

(14.04.2012) Mein Name ist Emad El Dafrawi, ich bin 24 Jahre alt. 2008 ging ich ins Rekrutierungsbüro in Kairo und erhielt eine Zurückstellung für drei Jahre. Ich sollte mich erneut am 14. Januar 2012 melden, ich habe mich aber entschieden, nicht zum Rekrutierungsbüro zu gehen.

André Shepherd

"Die Völker der Welt, die die Last der ungerechten Angriffe tragen, müssen die Chance zum Frieden bekommen"

Brief zu Ostern 2012 an meine FreundInnen und UnterstützerInnen

(03.04.2012) Es ist nun fast ein Jahr vergangen, seitdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge meinen Asylantrag abgelehnt hatte. In dieser Zeit hat die US-Regierung weiter Soldaten wie mich dazu gezwungen, unter dem Deckmantel der Demokratie in andere Länder einzumarschieren. Es schmerzt mich, zu sehen, dass sich dieses einstmals großartige Land dazu entschieden hat, seine Macht zu benutzen, um die Völker der Welt zu unterjochen, statt sie zu neuen Höhen emporzuheben. Auch wenn der Krieg im Irak zu Ende zu sein scheint, es ist noch kein Ende in Sicht für den verhängnisvollen „Krieg gegen den Terror“.

Interview mit der israelischen Verweigerin Noam Gur

"Ich kann mich an diesen Verbrechen nicht beteiligen"

(14.03.2012) Anfang dieser Woche veröffentlichte die 18-jährige israelische Noam Gur ihre Kriegsdienstverweigerungserklärung. Sie wurde für den nächsten Monat, am 16. April, einberufen und erklärte dazu: „Ich weigere mich zur israelischen Armee zu gehen, weil ich mich weigere, einer Armee beizutreten, die seit ihrer Gründung damit beschäftigt ist, andere Nationen zu dominieren, die zivile Bevölkerung, die unter ihrer Kontrolle steht, auszuplündern und zu terrorisieren“.

Die Autorin Jillian Kestler-D’Amours von Electronic Intifada sprach mit Gur darüber, wie sie zu Kriegsdienstverweigerung gekommen ist, was es bislang für Reaktionen dazu gab und was sie anderen jungen Israelis über den Dienst in der israelischen Armee mitteilen will.