Lateinamerika 

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Chile: "So hatten wir uns das Ende der Diktatur nicht vorgestellt"

(29.03.2008) Pelao Carballo ist aktiv in der Gruppe Ni casco ni uniforme (Weder Helm noch Uniform) in Chile und Mitglied des Rates der War Resisters’ International (WRI). Franz Nadler befragte ihn im Juli 2006 am Rande der von der WRI ausgerichteten Konferenz Gewaltfreiheit globalisieren zur Lage der Kriegsdienstverweigerung in Chile. Das Interview wurde ergänzt durch aktuelle Ergänzungen von Pelao Carballo vom 29. März 2008 (d. Red.).

Kolumbien: "Ich setze mich für das Leben ein"

(14.05.2007) Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung organisierten terre des hommes, Connection e.V. und die Zentralstelle KDV eine Pressekonferenz in Berlin, die am 14. Mai 2007 stattfand. Eduardo Castrillón vom Jugendnetzwerk aus Medellín (Red de Juvenil), der für ein Jahr nach Deutschland gekommen ist, berichtete dort über seine Motivation zur Kriegsdienstverweigerung und die Situation in Kolumbien. (d. Red.)

Rekrutierung von Latinos

Verkauf des US-amerikanischen Alptraums

(05.04.2006) Anwerber des Militärs machen gerade Überstunden um die Reihen mit jungen Latinos und Latinas aufzufüllen, da es einen Rückgang bei der Zahl der Rekrutierten Afro-Amerikaner gibt und sie weiter darauf hoffen, Farbige anzuwerben.

Gegen Militarisierung - Kriegsdienstverweigerung in Lateinamerika

Broschüre, März 2001

(01.03.2001) Lateinamerika war lange Zeit ein Kontinent voller Militärdiktaturen. Oppositionelle wurden inhaftiert, gefoltert und man ließ sie verschwinden, die missliebige Bevölkerung wurde vertrieben. Auch aufgrund dessen gab es in vielen Staaten eine Guerilla, wodurch sich die Situation weiter polarisierte - kaum ein Land, das nicht vom Krieg in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Heute hat sich die Situation gewandelt. Bis auf den Krieg in Kolumbien, sind alle beendet worden. Die Opfer fordern Wiedergutmachung und Bestrafung der Schergen. In Costa Rica und Panama gibt es gar kein eigenes Militär mehr, in anderen Staaten ist dessen Stellung dagegen ungebrochen. In manchen Staaten, wie z.B. in Peru oder Venezuela, nimmt der Einfluss des Militärs auf das politische Geschehen sogar wieder zu. Neu ist eine immer umfangreichere Kooperation der Militärs, insbesondere im Süden, die sich auch gegen die sozialen Bewegungen richtet.

Auch die USA versuchen wieder verstärkt “Hinterhofpolitik” zu betreiben. Während Länder wie Argentinien und Kolumbien eng mit den USA und der UNO zusammenarbeiten und damit ihr Militär zu stabilisieren suchen, besinnt man sich z.B. in Venezuela auf eigene, nationale Interessen und gerät damit ins Schussfeld.

Unsere Hoffnung gilt den basisdemokratischen Bewegungen, insbesondere den Kriegsdienstverweigerern, die in fast allen lateinamerikanischen Ländern gegen die militarisierte Gesellschaft aktiv sind. Mit der Broschüre stellen wir einige Hintergründe dar und berichten über die Vielschichtigkeit und die unterschiedlichen Ansätze der Bewegungen zur Kriegsdienstverweigerung. Wie üblich haben wir dabei vor allen Dingen Texte und Interviews verwendet, die aus den jeweiligen Ländern stammen.