Militärdienstentziehung 

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Türkei: Freikaufsregelung, Ausbürgerung, Ausmusterung und Asyl

Eine Übersicht

(11.07.2019) Türkische Staatsbürger, die im Ausland leben, unterliegen der Wehrpflicht. Oft ist ihnen nicht bekannt, welche Möglichkeiten es gibt, sich der Ableistung des Militärdienstes zu entziehen. Nach der Gesetzesänderung am 26. Juni 2019 wollen wir hier den aktuellen Stand darstellen. (d. Red.)

Schweden: Erste Haftstrafen gegen Militärdienstentzieher

(04.04.2019) Drei junge Schweden wurden dieses Jahr zu Haftstrafen verurteilt, weil sie sich dem Militärdienst verweigerten oder ihn nicht vollständig ableisteten. Einer der Männer hatte sich nie bei seiner Einheit gemeldet, die anderen beiden desertierten. Sie sind die ersten, die nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht in Schweden zu Haftstrafen verurteilt wurden.

Ukraine: Update zu Rekrutierung, Militärdienst und Kriegsdienstverweigerung

Stellungnahme von Connection e.V.

(18.02.2019) Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland eskalierte erneut im November 2018 in der Meerenge von Kertsch. Die Ukraine erklärte Ende November 2018 Kriegsrecht für eine befristete Zeit für einige Regionen der Ukraine. Am 3. Dezember 2018 kündigte der ukrainische Präsident Poroschenko zudem an, Reservisten einzuberufen. Auch wenn das Kriegsrecht nicht verlängert wurde, ist dies Anlass, ein Update zur Situation von Kriegsdienstverweigerern, Militärdienstentziehern und Deserteuren in der Ukraine zu geben. Die aktuelle Stellungnahme kann heruntergeladen werden unter www.Connection-eV.org/pdfs/ukraine_stellungnahme2019.pdf.

Ausführlich hatten wir die Situation von Kriegsdienstverweigerern, Militärdienstentziehern und Deserteuren bereits im Januar 2018 in einer Stellungnahme dargestellt.

Aktion in Diyarbakır, 15. Mai 2016. Foto: VR-DER

Unsichtbarer Widerstand gegen türkisches Militär

(20.08.2018) Anfang März 2018 erklärte Ahmet Alcan seine Desertion von der türkischen Armee. Er war der einzige, der seine Weigerung, im Krieg in Afrin teilzunehmen, öffentlich machte. Er verließ die Armee nur drei Tage vor seiner Überstellung nach Nordsyrien. „Mit mir wurden noch zwei weitere Soldaten beordert. Es scheint, dass sie an den Militäroperationen in Afrin teilnehmen werden müssen. Die Soldaten wollen nicht gehen, aber sie werden dazu gezwungen.“1 Die Türkei hatte erklärt, dass nur Berufssoldaten nach Syrien geschickt worden seien, aber Menschenrechtsaktivisten und andere Quellen berichten, dass auch Wehrpflichtige in das Kriegsgebiet geschickt wurden.