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Ilhami Akter auf einem KDV-Seminar 1998

Vorwurf der Terrorpropaganda gegen türkischen Kriegsdienstverweigerer

Ilhami Akter aus Hamburg steht in der Türkei vor Gericht

(13.09.2018) Morgen wird der seit länger als zwei Jahrzehnten in Hamburg lebende deutsche Staatsbürger Ilhami Akter in Elaziğ in der Türkei vor Gericht stehen. Er hatte in den 90er Jahren gegenüber den türkischen Behörden seine Kriegsdienstverweigerung erklärt. Ende August 2018 wurde er bei einem Besuch seiner Mutter in Saribaşak in der Provinz Elaziğ festgenommen. In dem nun beginnenden Verfahren wird ihm Terrorpropaganda vorgeworfen, da er sich auf seiner Facebook-Seite kritisch über die Politik der AKP und den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan geäußert haben soll.

Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl

Veranstaltungsangebot für Szenische Lesung zu Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg

Krieg? Ohne Uns!

(23.08.2018) „… eine spannende und ausgezeichnete Auswahl literarischer und musikalischer Texte, die den Werdegang des Soldaten im  I. Weltkrieg facettenreich in den Mittelpunkt stellt – bis hin zur Desertion!“

In einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung werden Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl denjenigen Raum geben, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten. Mit Texten u.a. von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf, mit Gedichten, Liedern und Musik werden sie ihren Erlebnissen, Gedanken, Motiven und Konsequenzen nachgehen, auch mit Verweis auf die aktuelle Bedeutung.

Weitere Veranstaltungsanfragen werden gerne entgegengenommen unter 069 82 37 55 34, office(at)Connection-eV.org oder www.Connection-eV.org/100JahreDesertion-form.

Aktion in Seoul. Foto: World Without War

Südkorea: Verfassungsgericht erkennt Kriegsdienstverweigerung an

(02.07.2018) Mit einer Entscheidung am vergangenen Donnerstag hat das Verfassungsgericht in Südkorea die Kriegsdienstverweigerung anerkannt und dem Gesetzgeber zugleich eine Frist bis Ende 2019 gesetzt, rechtliche Regelungen umzusetzen. Der Artikel 5 Abs. 1 des Militärdienstgesetzes sei verfassungswidrig, da er keinen alternativen Dienst für Kriegsdienstverweigerer vorsieht.

Aktion in Seoul. Foto: World Without War

Korea: Um die Chance auf Frieden zu nutzen, muss das Recht auf Kriegsdienstverweigerung anerkannt werden

(14.05.2018) Pressemitteilung zur Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Mit einer phantasievollen Aktion werden über zehn Organisationen am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, dem 15. Mai, vor der südkoreanischen Botschaft auf das Schicksal der inhaftierten Kriegsdienstverweigerer in Südkorea aufmerksam machen. Für jeden inhaftierten Verweigerer soll ein Luftballon symbolisch in die Freiheit entlassen werden. Wir wollen ein starkes Zeichen der Solidarität setzen für diejenigen, die sich in Südkorea der Militarisierung verweigern und sich schon seit Jahren für Frieden einsetzen.