Wehrpflicht 

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Netiwit Chotiphatphaisal

Kriegsdienstverweigerung in Thailand

(06.07.2019) Jedes Jahr im April startet Thailand seine Einberufungslotterie, um thailändische Männer ab 21 Jahren zum Militärdienst einzuziehen. Die jungen Männer stellen sich an, um einen Streifen Papier zu ziehen; ein roter Streifen bedeutet zwei Jahre Dienst ableisten zu müssen, ein schwarzer Streifen zeigt eine Befreiung an. Wer sich schon vorab freiwillig meldet, bleibt bei diesem Ritual außen vor und muss nur einen sechsmonatigen Dienst ableisten.

Finnische Armee. Foto: FDF

Finnland: Regierung denkt über Zivildienst für Frauen nach

(17.06.2019) Der neue Plan könnte bedeuten, dass Frauen einen Zivildienst von drei Monaten abzuleisten haben. Sie wären jedoch nicht zur Ableistung des Militärdienstes verpflichtet.

Militärparade. Foto: Timo Vogt

Türkei: Änderung des Wehrpflichtsystems geplant

(14.06.2019) Daily Sabah berichtet über die aktuelle Debatte zur Änderung des Wehrpflichtsystems in der Türkei. Danach würde die Dienstzeit für türkische Wehrpflichtige auf ein halbes Jahr reduziert werden und zusätzlich eine Option zum Freikauf bei Ableistung eines einmonatigen Dienstes bestehen. Ziel sei eine effizientere und professionellere Armee. Die Wehrpflicht bleibt allerdings im Grundsatz bestehen. (d. Red.)

Foto: © Jürgen Tauras

Aktion: Stop the Slavery in Eritrea

Bildergalerie zur Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

(17.05.2019) Mehrere Dutzend Demonstrant*innen trafen sich aus Anlass des Internationalen Tages zur Kriegsdienstverweigerung (15. Mai) in Bonn. Sie wiesen insbesondere auf die Situation in Eritrea hin, ein Land, in dem Frauen wie Männer auf unbefristete Zeit wehrpflichtig sind und es kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung gibt. Einige Kriegsdienstverweigerer sitzen seit fast 25 Jahren in Haft. Zudem übergaben sie der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn eine Petition. Darin forderten sie die Europäische Union auf, ein Projektvorhaben zum Straßenbau in Eritrea zu stoppen: „Die Beihilfe subventioniert ein diktatorisches Regime. Eingesetzt werden sollen Wehrpflichtige, deren Dienstverhältnis als Sklaverei zu bezeichnen ist. Es gibt keinerlei Zusicherungen der eritreischen Regierung zur Einhaltung von Menschenrechten.“ (...mehr)