Projekt von Connection e.V. 

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Aktion zur Kriegsdienstverweigerung in Kolumbien

Kolumbien: Kriegsdienstverweigerer Jose Luis Peña verhaftet

Aufruf zu Protestschreiben

(01.12.2010) Acción Colectiva de Objetores y Objetoras de Concienica (ACOOC) meldete, dass der Kriegsdienstverweigerer Jose Luis Peña vor Kurzem verhaftet wurde. Obwohl Jose Luis Peña Rueda formal aus dem Militär entlassen wurde und niemals eine offizielle Anklage erhalten hat, wird er weiter wegen Desertion in Haft gehalten. Am 17. November wurde er verhört und wieder zurück in die Haft in Leticia Amazonas gebracht.

Kolumbien - Kriegsdienstverweigerung in einem bewaffneten Konflikt

(15.11.2010) Die Arbeit der War Resisters‘ International (WRI) zur Kriegsdienstverweigerung in Kolumbien hat einen lange Geschichte – die WRI war an der Solidaritätsarbeit für Luis Gabriel Caldas León im Jahr 1995 beteiligt. Eine engere Zusammenarbeit mit der Kriegsdienstverweigerungsbewegung in Kolumbien begann jedoch 2006 mit der Entwicklung einer gemeinsamen Strategie. Neben der Begleitung und Unterstützung in konkreten Fällen – insbesondere in Fällen der Rekrutierung von Kriegsdienstverweigerern – war die WRI auch in der Lobbyarbeit bei internationalen Institutionen und mit der kolumbianischen Regierung tätig.

Aktion zur Kriegsdienstverweigerung in Kolumbien

Kolumbien: Kriegsdienstverweigerer Juan Diego Agudelo zwangsweise rekrutiert

Aufruf zu Unterstützungs- und Protestschreiben

(26.10.2010) War Resisters’ International wurde durch Red Juvenil Medellín darüber informiert, dass der Kriegsdienstverweigerer Juan Diego Agudelo zwangsweise zum Militär rekrutiert wurde.

Juan Diego Agudelo ist ein junger Landarbeiter in der Gemeinde Andes, einige Stunden südwestlich von Medellín gelegen. Er arbeitet auf einer Farm, um seine Eltern und zwei kleinere Schwestern zu unterstützen, da sein Vater als Tagelöhner nicht genügend verdient, um die Familie zu ernähren. Am 5. September 2010 befand sich Juan Diego Agudelo in der Stadt auf dem Großmarkt, um für seine Familie einzukaufen, als Soldaten kamen und ihn aufforderten, seine Papiere zu zeigen. Als er ihnen sagte, dass er kein Militärbuch habe, wurde er in einen LKW verfrachtet und zum 11. Bataillon der 4. Brigade gebracht. Sie nahmen ihm auch den Ausweis weg, den er bislang nicht wieder erhalten hat.

Aktion zur Kriegsdienstverweigerung in Kolumbien

Kolumbien: Wir verweigern: Für das Leben!

(01.09.2010) „Ich möchte nicht teilnehmen an einem Krieg, den ich mir nicht ausgedacht habe, den ich nicht gewollt habe, den ich nicht gefordert habe, den ich nicht begonnen habe. Ich unterstütze diesen Krieg nicht, ich werde keinen Finger rühren, um ihn fortzuführen, und ich denke nicht daran, ihn zu Ende zu führen.“ All das haben wir lautstark in unseren Stadtvierteln zum Ausdruck gebracht, als wir gewahr wurden, dass sie unsere kreativen Menschen ermorden, dass sie unsere Kinder rekrutieren und ihnen im Leben nur eine einzige Chance lassen: sich zu bewaffnen und einer Bande anzuschließen.