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Europäische Union finanziert Sklavenarbeit in Eritrea

Petition zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

(14.05.2019) Mit einer Petition werden Connection e.V., Eritreischer Verein für Demokratie, Kultur und voneinander Lernen e.V., United4Eritrea, Pax Christi Gruppe Bonn, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Bonn-Rhein-Sieg und Landesverband Nordrhein-Westfalen am kommenden Freitag in Bonn die Europäische Kommission dazu auffordern, das Projekt T05-EUTF-HOA-ER-66 in Eritrea zu stoppen.

Stop the Slavery in Eritrea

Aktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

(02.05.2019) Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung rufen der Eritreische Verein für Demokratie, Kultur und voneinander Lernen e.V., Connection e.V., die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Bonn-Rhein-Sieg und Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie die Pax Christi Gruppe Bonn zu einer Protestaktion und Kundgebung auf:

Freitag, den 17. Mai 2019, 15-17 Uhr

Kundgebung am Friedensplatz in 53111 Bonn

Von dort gehen wir zur Europäischen Kommission, Bertha-von-Suttner-Platz 2-4

Nach dem Friedensvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien gab es die Hoffnung, dass es auch in Eritrea zu positiven Veränderungen kommen könnte. Diese Hoffnung erwies sich jedoch als trügerisch. Das Land wird weiter unter der Diktatur des Präsidenten Isayas Afewerki geführt. Auch der als Nationaldienst bezeichnete Militärdienst ist nach wie vor nicht befristet. Kriegsdienstverweiger*innen sind zum Teil seit fast 25 Jahren inhaftiert.

Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die Europäische Union 20 Millionen € für Unternehmen bereit stellen wird, die der eritreischen Regierung gehören. Die Gelder sind in Eritrea für Straßenbauarbeiten bestimmt. Die Arbeit soll auch durchgeführt werden durch Wehrpflichtige des ‚Nationaldienstes‘ (Militärdienstes). Der Nationaldienst wurde durch die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zur Menschenrechtssituation in Eritrea als „Sklaverei“ und als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Das Europäische Parlament nannte es „Zwangsarbeit“ und „eine Form der Sklaverei“.

Mit der Aktion fordern wir die Europäische Union auf, die Zusammenarbeit mit dem eritreischen Regime einzustellen. Zudem fordern die Organisationen, eritreischen Flüchtlingen Zugang zu Asylverfahren und den notwendigen asylrechtlichen Schutz zu gewähren.

Zugleich wird die eritreische Regierung aufgefordert, alle Kriegsdienstverweigerer und politischen Gefangenen aus der Haft zu entlassen und unverzüglich Maßnahmen einzuleiten, um Demokratie und Menschenrechte zu garantieren.

Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl

Neue Termine: Veranstaltungen zu 100 Jahre Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg

(10.01.2019) Für die Szenische Lesung zu Desertion und Militärstreik gibt es im Frühjahr 2019 neue Termine: in Bonn, Frankfurt/Main und Neu-Isenburg. Dazu laden wir herzlich ein.

Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl geben damit in einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung denjenigen Raum, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten, u.a. mit Texten von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf.

Im November 2018 schrieb die Schwäbische Zeitung dazu: „Friedrich und Vogl bringen es fertig, dass jeder Tagebuchauszug und jedes Gedicht oder Lied, das sie zusammen mit Trommelschlägen, Trompete, Gitarre und Gesang intonieren, unter die Haut geht – sei es durch die Art der Sprache, mal ihre Arglosigkeit oder ihre zynische Schärfe, mal durch die Sachlichkeit der Beschreibungen oder ihre Emotionalität. Zum Abschluss das unvergleichliche Lied ‚Le déserteur‘ von Boris Vian aus dem Jahr 1954, ein Appell des Pazifismus, und der Ausblick in die Gegenwart.“

Eigenen Termin buchen über https://de.Connection-eV.org/100JahreDesertion-form

Vor der südkoreanischen Botschaft in Berlin

Südkorea: Regierung plant verschärfte Regeln gegen Kriegsdienstverweigerer

Urgent Action

(17.12.2018) Am 13. Dezember 2018 fand in Seoul in Südkorea eine weitere Anhörung zu einer Gesetzesänderung statt, mit der für Kriegsdienstverweigerer ein sogenannter alternativer Dienst eingeführt werden soll. Es zeigt sich, dass die Regierung in der Tat verschärfte Regeln vorsieht, die einen mit 36 Monaten fast doppelt so langen Dienst für Kriegsdienstverweigerer ausschließlich in Haftanstalten und einer dort auch erfolgenden Unterbringung beinhalten.

Connection e.V. bittet um Unterstützung der südkoreanischen Kriegsdienstverweigerer. Bitte senden Sie über das Formular https://de.Connection-eV.org/suedkorea-form ein Protestschreiben an den Botschafter der Republik Korea.