Kriegsdienstverweigerer berichten 

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Rundbrief »KDV im Krieg« - September 2016

Kolumbien: "Kriegsdienstverweigerung ist eine Alternative zum Friedensaufbau"

(03.06.2016) Nach Jahren des Widerstandes wird in Kolumbien nicht mehr verlangt, einen Militärausweis vorzulegen, um einen akademischen Universitätsabschluss zu erlangen. Julián Ovalle berichtet von diesem Kampf und von seinen Folgen für die Gesellschaft Kolumbiens. Das Interview entstand noch vor der Friedensvereinbarung, die am 26. August 2016 zwischen Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) abgeschlossen wurde. Die Fragen stellte Javier Garate. (d. Red.)

„Ich glaube nicht an Gewalt“

Ein Gespräch mit dem ägyptischen Kriegsdienstverweigerer Mohamed Fathy Abdo Soliman

(01.06.2016) Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen sind in Ägypten an der Tagesordnung. Präsident Abd al-Fattah as-Sisi regiert das Land autoritär und rücksichtslos. Das Militär hat fast unumschränkte Macht und erstickt politischen Protest mit äußerster Brutalität und Härte. Nur wenige Menschen wagen es in dieser Atmosphäre der Einschüchterung und Gewalt, sich dem Militär entgegenzustellen und den Kriegsdienst zu verweigern. Mohamed Fathy Abdo Soliman ist einer von ihnen. Um der Repression zu entgehen, floh er 2015 aus Ägypten. Zurzeit lebt er in Deutschland und hofft, Asyl zu erhalten.

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Meine US-Uniform im israelischen Gefängnis

(12.05.2016) Die Gefängnisuniformen in den israelischen Militärgefängnissen stammen alle aus US-Beständen. Ich frage mich, ob sich US-Soldaten, die diese einmal getragen haben, der Rolle ihres Landes bei der Besatzung bewusst sind und dieser ein Ende setzen wollen. Aber vielleicht ist Mr. Smith auch ein Opfer des Kapitalismus, des Rassismus und der Ungerechtigkeit, gegen die ich kämpfe.

Tair Kaminer

Israel: "Deshalb ist es für mich so wichtig zu verweigern"

Beitrag zur Veranstaltungsreihe 2015

(19.11.2015) Vom 9.-19. November 2015 führte Connection e.V. eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Israel/Palästina: Aktiv gegen Krieg und Militarisierung" in Deutschland durch. Die 18-jährige Tair Kaminer aus Israel war eine von zwei ReferentInnen auf den Veranstaltungen. Sie verweigert den Kriegsdienst und wendet sich mit ihrer Entscheidung gegen die Besatzungspolitik der israelischen Regierung in Westbank und Ost-Jerusalem. Am 10. Januar 2016 wurde sie zu einer ersten Haftstrafe verurteilt. Wir dokumentieren ihren Redebeitrag vom November 2015. (d. Red.)