Kriegsdienstverweigerer berichten 

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Tamar Alon. Foto: Maya Rachlin

Israel: „Alle sind Produkt eines Systems das Hass und Tod schafft und vermehrt“

(16.11.2016) Mein Name ist Tamar Alon. Ich bin 18 Jahre alt. Am 16. November 2016 verweigere ich mich dem Dienst in der israelischen Armee. Meine Entscheidung, zu verweigern, ist Ergebnis eines langen und schwierigen Prozesses. Aber der entscheidende Moment, in dem ich realisierte, dass ich mich weigern muss, dem Kreislauf von Opfer hier und Opfer da zu verweigern, war während des 10. israelisch-palästinensischen Gedenktages, an dem ich teilnahm.

Tamar Zeevi

Israel: „Kriegsdienstverweigerung ist ein Meilenstein in meinem Leben“

(16.11.2016) Mein Name ist Tamar Ze‘evi. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Jerusalem. Ich liebe es in Israel und an anderen Orten zu wandern und ich bin an Nachhaltigkeit und Pädagogik interessiert. Der 16. November 2016 ist der Tag, an dem ich rekrutiert werden soll. Ich werde den Dienst in der israelischen Armee verweigern. Ich habe mich dazu entschieden, den Preis zu zahlen, den die Armee dafür verlangt, dass ich meinem Gewissen treu bleibe. Die Entscheidung, nicht zur Armee zu gehen, bedeutet für mich Verantwortung für meine Handlungen und ihre Bedeutung zu übernehmen. Ich ziehe eine moralische Linie, die ich nicht überschreiten werde. Ich verweigere aktiv eine Regierung und eine Politik, die Menschenrechte verletzt und die gewaltsame und grausame Realität schürt.

Amir Eid

Ägyptischer Kriegsdienstverweigerer: „Ich werde nicht zur Armee gehen“

(15.10.2016) Ich bin Pazifist und lehne den Militärdienst ab, weil ich gegen das Tragen von Waffen bin. Ich bin gegen das Grundprinzip, Furcht zu verbreiten und die Aufrüstung voranzutreiben. Ich bin der festen Überzeugung, dass Armeen, Waffen und ihre Gegenwart keine Probleme lösen. Im Gegenteil: Sie machen sie schlimmer. Ich glaube, die besten Mittel zur Konfliktlösung sind friedliche Mittel. Ich bin ein Zivilist und werde niemals einer Militäreinrichtung als Mitglied der Armee angehören.

Rundbrief »KDV im Krieg« - September 2016

Kolumbien: "Kriegsdienstverweigerung ist eine Alternative zum Friedensaufbau"

(03.06.2016) Nach Jahren des Widerstandes wird in Kolumbien nicht mehr verlangt, einen Militärausweis vorzulegen, um einen akademischen Universitätsabschluss zu erlangen. Julián Ovalle berichtet von diesem Kampf und von seinen Folgen für die Gesellschaft Kolumbiens. Das Interview entstand noch vor der Friedensvereinbarung, die am 26. August 2016 zwischen Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) abgeschlossen wurde. Die Fragen stellte Javier Garate. (d. Red.)