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Aserbaidschan: Wird das Regime einen alternativen Dienst einführen?

(28.04.2020) Der Abgeordnete der Regierungspartei Siyavush Novruzov berichtete am 30. März 2020 dem Parlament, dass ein Gesetz über einen Alternativen Dienst verabschiedet werden solle. Gegenüber Forum 18 erklärte er, dass sich der Verteidigungsausschuss des Parlaments damit befasse. Über die von ihm im Parlament gemachte Anmerkung wurde breit in den Medien berichtet.

Aserbaidschan hatte sich gegenüber dem Europarat verpflichtet, bis 2003 einen Alternativen Dienst einzuführen, kam seiner Verpflichtung jedoch nicht nach. Die Regierung hat bislang  keinen Entwurf veröffentlicht.

Rundbrief »KDV im Krieg« - April 2020

Rundbrief »KDV im Krieg«, April 2020

Inhaltsverzeichnis

(18.04.2020) In der Ausgabe April 2020 des Rundbriefes »KDV im Krieg« befinden sich Beiträge zur antimilitaristischen Arbeit, zu Rekrutierung, Verweigerung und Asyl zur Arbeit von Connection e.V., zur Türkei und Ukraine, zu Südkorea, Israel, Kolumbien, Tadschikistan, Turkmenistan, Thailand und Chile.

Tadschikistan: Kriegsdienstverweigerer gefoltert

Jovidon Bobojonov zu zwei Jahren Haft verurteilt

(02.04.2020) Fast sechs Monate nach seiner Verhaftung hat das Militärgericht von Duschanbe den 20-jährigen Zeugen Jehovah und Kriegsdienstverweigerer Jovidon Bobojonov heute zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Bobojonov legte bereits Berufung ein. Während seiner Zeit in der Militäreinheit war Bobojonov von Soldaten mit Schlägen gefoltert worden, um ihn dazu zu zwingen, die Uniform anzuziehen und einen militärischen Eid abzuleisten.

Frauen und Antimilitarismus

(April 2020) Die unterschiedlichen Arten, wie Krieg konstruiert wird und sich geschlechtsspezifisch entfaltet, sind vielleicht eine der Situationen, bei der die Unterschiede zwischen männlich und weiblich am deutlichsten zutage treten. Im Kontext des Krieges werden Geschlechterrollen im Zusammenhang mit Gewalt hervorgehoben, da bewaffnete Konflikte im Allgemeinen eine hierarchische Asymmetrie von Rollen implizieren, in der männliche Privilegien gestärkt und alles geleugnet wird, was das weibliche Universum repräsentiert. Der Krieg sieht weibliche Körper als Schlachtfeld an, bzw. feminisiert die Identität derer, die innerhalb der Logik bewaffneter Gewalt als „anders“ gelten (z.B. ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Behinderungen und LGBTQ)1. Die Zuschreibung des Weiblichen, dessen Status nicht auf den Körper von Frauen beschränkt ist, hat verschiedene Auswirkungen und wird im Allgemeinen in verschiedener Art und Weise im Rahmen der Unterdrückung, aber auch in verbalen Auseinandersetzungen und bei Widerstand benutzt.