Abchasien 

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Rundbrief »KDV im Krieg« - April 2021

Georgien: Wehrpflicht, Militärdienst und Kriegsdienstverweigerung

(16.07.2020) Zur Allgemeinen Periodischen Überprüfung des UN-Menschenrechtsrates legte im Juli 2020 der Internationale Versöhnungsbund eine Zusammenstellung zur Frage der Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung in Georgien vor.

André Shepherd

Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im Fall des US-Deserteurs André Shepherd

Connection e.V. und PRO ASYL: Viel Schatten und wenig Licht

(26.02.2015) EUGH behauptet: In UN-mandatierten Kriegen würden grundsätzlich keine Kriegsverbrechen begangen

Als unzureichend und teilweise in der Argumentation völlig unverständlich kritisieren das Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk Connection e.V. und PRO ASYL die heutige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes im Verfahren des US-Deserteurs André Shepherd (37). „Mit der Entscheidung wird die Position von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren im Asylverfahren nicht gestärkt. Einige Grundsatzfragen hat der Gerichtshof vermieden, andere entgegen dem Votum der Generalanwältin in inakzeptabler Weise beantwortet“, so Rudi Friedrich von Connection e.V.

Abchasien: Aktuelle Lage zur Kriegsdienstverweigerung

(21.01.2015) Zu diesem Thema gibt es wenig aktuelle Informationen. Aus den unten genannten Quellen ergibt sich folgendes Bild: Seit 1992 ist Abchasien faktisch unabhängig von Georgien und hat eigene Streitkräfte. Das Land ist international nicht anerkannt. In Abchasien gibt es eine allgemeine Wehrpflicht. Sie gilt für alle Männer zwischen 18 und 27 Jahren. Die Dauer des Militärdienstes ist unbekannt. Bis zum Alter von 60 Jahren ist eine Einberufung als Reservist im Falle einer Mobilisierung ins Militär möglich. Es gibt kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung.

Vorwort zur Broschüre "Machtproben im Kaukasus"

(03.02.2009) Im August 2008 gab es erneut Krieg in Europa. Diesmal fuhren georgische und russische Truppen Panzer auf. Nationalistisch aufgeheizte Machtpolitik auf allen Seiten, Interessen beim Zugang zu Rohstoffen und Transportwegen, globale Interessen Russlands und des Westens, aber auch ungelöste Konflikte aus den Zeiten der Sowjetunion ließen die Spannungen um Südossetien und Abchasien eskalieren. Leidtragende sind die Menschen in der Region.