Strafverfolgung 

Seite: 1   2   3   4   ...  

Yasmin Ricci-Yahav

Israel: Yasmin Ricci-Yahav nach 74 Tagen Haft aus Militärdienst entlassen

(30.12.2019) Nach fünf Verurteilungen und 74 Tagen Haft im Militärgefängnis wurde die Kriegsdienstverweigerin Yasmin Ricci-Yahav nun vom Gewissenskomitee aus dem Militärdienst entlassen.

Türkei: Kriegsdienstverweigerer werden zum zivilen Tod verurteilt

Interview mit dem Ko-Vorsitzenden des Vereins der Kriegsdienstverweigerer

(23.11.2019) Der Ko-Vorsitzende des Vereins der Kriegsdienstverweigerer, Gökhan Soysal, erklärte, es gäbe trotz verfassungsrechtlicher Vorgaben und den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) keine Behörde, an die sich Kriegsdienstverweigerer wenden könnten. Die Türkei sei das einzige Land unter 47 Mitgliedsstaaten des Europarats, welches die Wehrpflicht nicht aufgehoben oder das Recht auf Kriegsdienstverweigerung anerkannt habe. Er sagte: “Kriegsdienstverweigerer werden zum zivilen Tod verurteilt.“

Furkan Çelik

Türkei: Kriegsdienstverweigerer angeklagt wegen „Distanzierung des Volkes vom Militär“

(06.11.2019) Furkan Çelik, Mitglied des Vereins für Kriegsdienstverweigerung (Vicdani Ret Derneği), wurde von der Istanbuler Staatsanwaltschaft wegen „Distanzierung des Volkes vom Militär angeklagt. Die Anklage gegen den Kriegsdienstverweigerer bezieht sich auf den Twitter-Account des Vereins.

Turkmenistan: Vierter Kriegsdienstverweigerer 2019 verurteilt

(05.09.2019) Ein Gericht in der Hauptstadt Aşgabat verurteilte den 20-jährigen Kriegsdienstverweigerer Azat Ashirov am 31. Juli 2019 zu zwei Jahren Haft. Er hatte zuvor schriftlich seine Kriegsdienstverweigerung erklärt und angeboten, einen alternativen Dienst abzuleisten. Die Staatsanwaltschaft klagte ihn jedoch an, sich arglistig seiner Wehrpflicht entzogen zu haben. Ashirov legte gegen das Urteil Berufung ein.

Derzeit sind in Turkmenistan sieben Kriegsdienstverweigerer in Haft, vier von ihnen wurden 2019 zu Haftstrafen verurteilt. Sie verbüßen Haftstrafen von ein bis zu vier Jahren. Sechs der Kriegsdienstverweigerer befinden sich im Arbeitslager Seýdi.

Turkmenistan ignoriert wiederholte internationale Aufrufe, im Rahmen der Wehrpflicht eine Alternative zur Ableistung des Militärdienstes einzuführen.