Kriegsdienstverweigerung 

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Ruslan Kozaba

17. und 20.9. in Mainz und Berlin: Solidaritätsaktion für den ukrainischen Pazifisten Ruslan Kozaba

Schluss mit der politisch motivierten Verfolgung des Journalisten und Kriegsdienstverweigerers Ruslan Kozaba!

Fr., 17. September 2021, 16-18 h in 55116 Mainz
Mahnwache auf dem Schillerplatz – mit Redebeiträgen und Musik von Strohfeuer Express

Mo., 20. September 2021, 10-13 h in Berlin-Mitte
Albrechtstr. 26 vor der ukrainischen Botschaft – mit Lesungen zum Thema „Gewalt unterbrechen“: Desertion, Kriegsdienstverweigerung und mehr

 


Für den 20. September 2021 hat das Gericht in Kolomyja (Oblast Iwano-Frankiwsk, westl. Ukraine), erneut eine Anhörung im Strafverfahren gegen Ruslan Kozaba angesetzt. Anlässlich des Prozesstermins protestieren wir erneut vor ukrainischen Vertretungen gegen die politische motivierte Verfolgung Ruslan Kozabas. Ihm werden „Landesverrat“ und „Behinderung der Tätigkeit der Streitkräfte“ vorgeworfen. Das Mitglied der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung hatte 2015 ein Video veröffentlicht, in dem er den Krieg in der Ost-Ukraine verurteilte. In einem ersten Strafverfahren war er bereits verurteilt worden und 524 Tage in Haft. Trotzdem wurde ein erneutes Strafverfahren gegen ihn eröffnet.

 

Eran Aviv (l.) und Shahar Perets

Israel: Haftstrafen gegen Kriegsdienstverweiger*innen

(12.09.2021) Am 31. August 2021 erklärten Shahar Perets und Eran Aviv beim Einberufungsbüro des israelischen Militärs ihre Kriegsdienstverweigerung und ihre Weigerung in den besetzten palästinensischen Gebieten Dienst zu leisten. Beide wurden zu 10 Tagen Haft im Militärgefängnis verurteilt. Shahars Perets wurde zum ersten Mal verurteilt, Eran Aviv zum vierten Mal.

Wolfram Beyer (l.) und Tommy Spree im Anti-Kriegs-Museum Berlin

War Resisters‘ International - zum 100. Jubiläum

(28.08.2021) Vor hundert Jahren, 1921, wurde die War Resisters‘ International (WRI), in den Niederlanden gegründet. Aus diesem Anlass hat Wolfram Beyer zwei Publikationen zur WRI-Geschichte herausgegeben. Wir hatten die Gelegenheit, mit ihm insbesondere über die Bedeutung der Kriegsdienstverweigerung zu sprechen. (d. Red.)

Deutschland: Kriegsdienstverweigerung als lebensgeschichtliches Ereignis - Gesprächsrunde jetzt online

(16.07.2021) In der BRD sahen sich bis zur Aussetzung der Wehrpflicht vor 10 Jahren Kriegsdienstverweigerer mit einem Prüfungsverfahren konfrontiert, das dazu diente, das im Grundgesetz verankerte Recht auf Kriegsdienstverweigerung auszuhebeln. In der DDR gab es nicht einmal ein rudimentäres Kriegsdienstverweigerungsrecht. Außerdem gab es in beiden deutschen Staaten junge Männer, die die Wehrpflicht als staatlich erzwungenen Militär- und Kriegsdienstzwang grundsätzlich ablehnten und total verweigerten. Moderiert von Dr. Ute Finckh-Krämer berichteten und diskutierten neben Hannah Brinkmann Zeitzeugen und Zeitzeuginnen mit unterschiedlichsten Hintergründen über ihre Entscheidung und ihre Erfahrungen zur Kriegsdienstverweigerung vor 50 Jahren. Das Gespräch ist online abrufbar unter https://youtu.be/HLX5f5z9J4c.