Kriegsdienstverweigerung 

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Hilel Garmi. Foto: Yoav Eshel

Israel: Kriegsdienstverweigerer Hilel Garmi zum vierten Mal in Haft

(21.09.2018) Der Kriegsdienstverweigerer Hilel Garmi aus Israel wurde am 17. September 2018 zum vierten Mal zu einer Haftstrafe verurteilt, dieses Mal zu 20 Tagen Gefängnis.

Connection e.V. fordert die israelische Regierung auf, Hilel Garmi unverzüglich freizulassen und alle Strafverfahren gegen Kriegsdienstverweiger*innen einzustellen. Zugleich bittet Connection e.V. um Unterstützung von Hilel Garmi über https://de.Connection-eV.org/israel-refuser-form.

Ilhami Akter auf einem KDV-Seminar 1998

Vorwurf der Terrorpropaganda gegen türkischen Kriegsdienstverweigerer

Ilhami Akter aus Hamburg steht in der Türkei vor Gericht

(13.09.2018) Morgen wird der seit länger als zwei Jahrzehnten in Hamburg lebende deutsche Staatsbürger Ilhami Akter in Elaziğ in der Türkei vor Gericht stehen. Er hatte in den 90er Jahren gegenüber den türkischen Behörden seine Kriegsdienstverweigerung erklärt. Ende August 2018 wurde er bei einem Besuch seiner Mutter in Saribaşak in der Provinz Elaziğ festgenommen. In dem nun beginnenden Verfahren wird ihm Terrorpropaganda vorgeworfen, da er sich auf seiner Facebook-Seite kritisch über die Politik der AKP und den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan geäußert hat.

Rudi Friedrich

Krieg: Ich mache da nicht mit!

Rudi Friedrich zu internationaler Kriegsdienstverweigerung

Mo., 12. November 2018, 19.30 Uhr

Bürgersaal im Alten Rathaus

in 75015 Bretten

 

Die Berichterstattung über viele derzeit laufende Kriege beschäftigt sich oft vor allem mit der militärischen Auseinandersetzung und den Folgen für die Zivilbevölkerung. Aus dem Blick gerät dabei häufig, welche Widerstände es gegen Krieg gibt. Rudi Friedrich von Connection e.V., der sich seit vielen Jahren mit Kriegsdienstverweigerung und Desertion weltweit befasst, wird uns einen Einblick verschaffen. Der Verein erhielt den Aachener Friedenspreis und den Förderpreis der Martin-Niemöller-Stiftung.

Aktion in Diyarbakır, 15. Mai 2016. Foto: VR-DER

Unsichtbarer Widerstand gegen türkisches Militär

(20.08.2018) Anfang März 2018 erklärte Ahmet Alcan seine Desertion von der türkischen Armee. Er war der einzige, der seine Weigerung, im Krieg in Afrin teilzunehmen, öffentlich machte. Er verließ die Armee nur drei Tage vor seiner Überstellung nach Nordsyrien. „Mit mir wurden noch zwei weitere Soldaten beordert. Es scheint, dass sie an den Militäroperationen in Afrin teilnehmen werden müssen. Die Soldaten wollen nicht gehen, aber sie werden dazu gezwungen.“1 Die Türkei hatte erklärt, dass nur Berufssoldaten nach Syrien geschickt worden seien, aber Menschenrechtsaktivisten und andere Quellen berichten, dass auch Wehrpflichtige in das Kriegsgebiet geschickt wurden.