Wehrpflicht 

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Soldatinnen in Eritrea. Foto: Temesgen Woldezion

Das Friedensabkommen mit Äthiopien hat Afewerkis Eritrea nicht verändert

Wenn überhaupt, dann hat es das Regime gestärkt

(12.10.2018) Nach der Unterzeichnung eines historischen Friedensabkommens mit Äthiopien und einer beispiellos positiven Berichterstattung in den Medien, beantragte Eritrea einen Sitz im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC). Als Mitglied des UN-Menschenrechtsrates wird Eritrea für drei Jahre das Recht haben, über die Menschenrechtsresolutionen der Vereinten Nationen abzustimmen, auch über seine eigenen Missstände. Da sich Eritrea darauf vorbereitet, seinen Platz im höchsten Menschenrechtsgremium einzunehmen, möchte ich im Folgenden einen Überblick darüber geben, wie das Land heute aussieht, trotz der großen Hoffnungen und optimistischen Medienberichte über bevorstehende politische Veränderungen.

Foto: 112.international

Ukraine: Neue Einberufungen zum Herbst

(28.09.2018) Am 27. September 2018 gab der stellvertretende Leiter der Rekrutierungsabteilung des Generalstabes der ukrainischen Armee, Oberst Valeriy Dendebera bekannt, dass zwischen Oktober und Dezember 2018 18.000 Männer zum Militärdienst einberufen werden sollen.

Rundbrief »KDV im Krieg« - September 2018

Rundbrief »KDV im Krieg«, September 2018

Inhaltsverzeichnis

(01.09.2018) In der Ausgabe September 2018 des Rundbriefes »KDV im Krieg« befinden sich Beiträge zur antimilitaristischen Arbeit, zu Rekrutierung, Verweigerung und Asyl zur Arbeit von Connection e.V., zu Südkorea, zur Türkei, zu Turkmenistan und zu aktuellen Entwicklungen und Diskussionen bei der Wehrpflicht.

Rebel Clowns Army in Aktion

Deutschland: Wiederkehr der Zwangsdienste?

(01.09.2018) Seit Anfang der 1990er hatte eine wachsende Zahl von Staaten in Europa die sogenannte Wehrpflicht entweder abgeschafft oder ausgesetzt, 2011 auch Deutschland.

2014 drehte sich der Trend um: Mehrere Staaten Europas und Westasiens begannen wieder mit der Zwangsrekrutierung zum Militär oder führten sie erstmals ein.

Seitdem gab es auch in Deutschland zunehmend die Forderung nach Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs, vor allem seitens der AfD, des Reservistenverbands und Teilen der CDU. Im Sommer 2018 häuften sich Forderungen nach militärischen und zivilen Zwangsdiensten: Es wurden Umfragen lanciert, wonach eine Mehrheit der Bevölkerung eine Reaktivierung des Militärdienstzwangs befürworte, bevorzugt eingebettet in einen allgemeinen Zwangsdienst für Jugendliche beiderlei Geschlechts. Am meisten beachtet wurde der Vorstoß von Kramp-Karrenbauer, Generalsekretärin der CDU, vom August 2018, die sogar Flüchtlinge zwangsverpflichten will. Zuvor hatte im Juni Günter Wallraff die „Wehrpflicht“ und ein soziales Jahr für Männer und Frauen gefordert, ähnlich auch Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung. Eine Autorin der Wochenzeitung Jungle World forderte die Rückkehr zum Militärdienstzwang, sogar ohne zivile Zwangsdienste.