Daniel Mekonnen opens the conference

Daniel Mekonnen opens the conference

Europäische Union verurteilt für Politik, das Mittelmeer für Füchtlinge zu schließen

TeilnehmerInnen der Konferenz beziehen Stellung

(20.10.2017) Mit mehr als 30 Organisationen, die sich derzeit in Brüssel zu Gesprächen zur Lage der eritreischen Flüchtlinge treffen, nehmen wir mit großer Besorgnis eine Erklärung des Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk zur Kenntnis. Er sagte gestern: „Wir haben eine echte Chance, die zentrale Mittelmeerroute zu schließen.“

Mit seiner Erklärung verwies Tusk auf gestern von den EU-Regierungschefs auf ihrem Treffen getroffenen Entscheidungen, Italien mehr Hilfe in Bezug auf Libyen anzubieten, um die Meeresroute für Flüchtlinge und MigrantInnen zu schließen und dafür eigene Finanzmittel für Nordafrika aufzulegen.

Die Europäische Union arbeitet bereits mit der libyschen Küstenwache zusammen, um AfrikanerInnen zwangsweise in libysche Haftlager zurückzubringen, in denen Vergewaltigungen, Folter und Sklaverei an der Tagesordnung sind. Die Schließung der zentralen Mittelmeerroute für Flüchtlinge, die verzweifelt den berüchtigten Dikaturen in Afrika entfliehen, wird eine katastrophale Folge für sie haben, für Menschen – unter ihnen viele Kinder – die alles riskieren, um der Unterdrückung zu entfliehen.

Wir fordern die europäischen PolitikerInnen dringend auf, dieser Politik einer Festung Europa nicht zu folgen und so den am stärksten gefährdeten Flüchtlingen den Rücken zuzukehren. Damit würden die unantastbaren Prinzipien von Abkommen und Menschenrechtsvereinbarungen verraten werden, denen die europäischen Länder verpflichtet sind.

Kontakt

Daniel R. Mekonnen

+41 79 139 8187

Geschäftsführer

Eritrean Law Society (ELS)

Erklärung von TeilnehmerInnen der Konferenz "Fluchtsituation Eritrea – kein Ende in Sicht?", Brüssel, 20. Oktober 2017

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